Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter der Steine-, Erden- und Keramikindustrie informierten sich im Rahmen eines UVSEK-Webinars über die Auswirkungen der neuen europäischen EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers for the Green Transition). Referent war erneut Suhayl Ungerer, Rechtsanwalt der Kanzlei Franßen Nusser Rechtsanwälte PartGmbB, der bereits die beiden erfolgreichen UVSEK-Webinare zur Europäischen Verpackungsverordnung begleitet hatte.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die weitreichenden Änderungen für die Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation von Unternehmen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die EmpCo-Richtlinie, deren Vorgaben in Deutschland zum 27. September 2026 wirksam werden, schränkt insbesondere die Verwendung allgemeiner Umweltaussagen wie „klimaneutral“, „CO₂-neutral“, „umweltfreundlich“, „nachhaltig“, „ökologisch“ oder „grün“ deutlich ein. Solche Aussagen sind künftig nur noch unter engen Voraussetzungen zulässig und müssen durch anerkannte Nachweise belegt werden.
In diesem Zusammenhang erläuterte Suhayl Ungerer die neuen Anforderungen an Nachhaltigkeitssiegel sowie die Risiken unzulässiger Umweltwerbung. Die Teilnehmenden erhielten praktische Hinweise, wie sie bestehende Werbeaussagen, Verpackungskennzeichnungen und die Nachhaltigkeitskommunikation überprüfen und in Print oder Digital rechtssicher an die neuen gesetzlichen Vorgaben anpassen können.
Das große Interesse an der Veranstaltung verdeutlicht, dass die Branche die neuen rechtlichen Anforderungen frühzeitig in den Blick nimmt und sich intensiv auf die bevorstehenden Änderungen vorbereitet.