Arbeitsmarkt

ARBEITSMARKT IM APRIL 2026 – FRÜHJAHRSBELE-BUNG BLEIBT SCHWACH
Nachdem es in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres positive Konjunktursignale gegeben hat, verhindern nun die Auswirkungen des Iran-Krieges vorerst eine wirtschaftliche Erholung. Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich deutlich verschlechtert. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt bleibt vor diesem Hintergrund schwach. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben im April zwar abgenommen, allerdings nur wenig; saisonbereinigt sind beide gestiegen. Das Risiko, durch den Verlust der Beschäftigung arbeitslos zu werden, ist im langjährigen Vergleich trotz kontinuierlicher Anstiege nach wie vor relativ gering; gleichzeitig sind aber die Chancen, Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung zu beenden, historisch niedrig. Die gemeldete Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im Februar saisonbereinigt weiter gesunken. Die Inanspruchnahme von konjunktureller Kurzarbeit hat im Februar etwas zugenommen und liegt immer noch auf einem etwas erhöhten Niveau.

SOZIALE SICHERUNG BEI ARBEITSLOSIGKEIT
Im April 2026 gab es nach vorläufiger Hochrechnung der Statistik der Bundesagentur für Arbeit in der Summe 4.831.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter, die Lohnersatzleistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Bürgergeld für erwerbsfähige Leistungsberechtigte) erhalten haben. Unterteilt nach Rechtskreisen, bezogen im April 2026 rund 1.070.000 Menschen Arbeitslosengeld, während 3.826.000 Menschen Ansprüche auf Grundsicherung für Arbeitsuchende hatten. Die Zahl der Leistungsbeziehenden von Arbeitslosengeld ist binnen eines Jahres um 93.000 gestiegen. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende wurden seit April des letzten Jahres 125.000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte weniger gezählt.

AUSBILDUNGSMARKT
Im Beratungsjahr 2025/26 sind die Ausbildungsstellenmeldungen von Oktober 2025 bis April 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals gesunken. Aufgrund von Prozessänderungen wird die Zahl der Ausbildungsstellen in der Statistik derzeit zwar unvollständig abgebildet, sie liegt nach Schätzungen aber immer noch deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Bewerbermeldungen haben dagegen erneut zugenommen, wenn auch nur leicht. Die aktuellen Daten erlauben nur eine vorläufige Einschätzung der Entwicklung im Berichtsjahr 2025/26. Die für Ausbildungsuchende ungünstige Entwicklungstendenz scheint sich aber fortzusetzen.

EINSATZ DER ARBEITSMARKTPOLITISCHEN INSTRUMENTE
Im April 2026 haben nach vorläufigen Daten 726.000 Personen an einer vom Bund oder der Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilgenommen. Das waren merklich mehr als im Vorjahresmonat. Die Aktivierungsquote, die beschreibt, wie hoch der Anteil der Geförderten an allen förderbaren Personen ist, lag im April 2026 bei 16,2 Prozent (+0,6 Prozentpunkte). Im April 2026 wurden 464.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung gefördert, 262.000 Personen haben an Maßnahmen teilgenommen, die aus Mitteln der Grundsicherung für Arbeitsuchende finanziert
wurden.

Quelle: Arbeitsmarktbericht April 2026

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