Wie können Bildungsqualität, Berufsorientierung und Arbeitgeberattraktivität wirksam zusammenspielen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Sitzung unseres Arbeitskreises Bildung und Demografie bei GOERG & SCHNEIDER in Boden bei Montabaur.
Der Arbeitskreis der Unternehmerverbände Steine | Erden | Keramik bietet den Mitgliedsunternehmen eine Plattform für den Informations- und Erfahrungsaustausch zu Arbeits- und Fachkräftesicherung.
Zum Auftakt gab Thiemo Runge bei einer Unternehmenspräsentation und Betriebsbesichtigung spannende Einblicke in das traditionsreiche Familienunternehmen, das zugleich konsequent auf Innovation und Zukunftsfähigkeit setzt. GOERG & SCHNEIDER zählt heute zu den führenden Rohstoffanbietern für keramische und nichtkeramische Anwendungen.
Nach der Begrüßung durch Dr. Matthias Schlotmann stellte Gudrun Schmidt aktuelle Projekte aus den Bereichen Bildung und Demografie vor.
Unter dem Titel „Leistung im Blick – Bildung besser steuern?“ zeigte Julia Betz vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln, wie Bildungsqualität entstehen kann: durch Autonomie, verlässliche Daten, professionelle Interpretation, gezielten Ressourceneinsatz und kontinuierliche Unterstützung. Ihr zentraler Gedanke: Leistung in den Blick zu nehmen heißt nicht, Schule auf Zahlen zu reduzieren – sondern Erkenntnisse in bessere Bildungschancen zu übersetzen.
Besonders gefreut hat uns die Teilnahme von Jenny Groß, Staatssekretärin im Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz. Sie griff den Leistungsgedanken auf, erläuterte ihre Position zu aktuellen Bildungsthemen und gab Einblicke in Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene. Daraus entstand eine offene und engagierte Diskussion mit den Teilnehmenden.
Welche Rolle spielt soziale Anerkennung bei der Berufswahl?
Dieser Frage widmete sich Prof. Dr. Birgit Ziegler von der Technischen Universität Darmstadt nach dem Mittagsimbiss. Sie verdeutlichte, wie Gender- und Berufsstereotype Entscheidungen prägen, und zeigte Strategien auf, mit denen Unternehmen der Steine-, Erden- und Keramikindustrie ihr Image stärken und sich als attraktive Arbeitgeber positionieren können.
Unser Fazit: Zukunftsfähige Bildung und erfolgreiche Fachkräftesicherung brauchen fundierte Erkenntnisse, neue Perspektiven und vor allem den offenen Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Herzlichen Dank an GOERG & SCHNEIDER für die Gastfreundschaft sowie an alle Referentinnen, Referenten und Teilnehmenden für die wertvollen Impulse und den persönlichen Austausch!



