Arbeitsmarkt

ARBEITSMARKT IM FEBRUAR 2026 – WENIG VERÄNDERUNG
Das Bruttoinlandsprodukt ist im vierten Quartal 2025 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gestiegen. Einige Frühindikatoren verbessern sich und deuten auf eine fortgesetzte Erholung zu Jahresbeginn hin. Die konjunkturelle Schwäche der vergangenen drei Jahre bleibt aber noch am Arbeitsmarkt sichtbar. Dieser ändert sich derzeit nur wenig. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben sich, bereinigt um die üblichen jahreszeitlichen Einflüsse, nur geringfügig verändert. Trotz stetiger Anstiege ist das Risiko, durch den Verlust der Beschäftigung arbeitslos zu werden, im langjährigen Vergleich nach wie vor gering; gleichzeitig sind aber die Chancen, Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung zu beenden, historisch niedrig. Die gemeldete Nachfrage nach Arbeitskräften stabilisiert sich auf einem niedrigen Niveau. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im Dezember saisonbereinigt wieder etwas gestiegen; sie unterschreitet aber mittlerweile ihr Vorjahresniveau, denn die Zuwächse insbesondere in den staatsnahen Dienstleistungsbereichen sind nicht mehr kräftig genug, um die Rückgänge vor allem im Verarbeitenden Gewerbe auszugleichen. Die Inanspruchnahme von konjunktureller Kurzarbeit hat im Dezember abgenommen, liegt aber immer noch auf einem etwas erhöhten Niveau.

SOZIALE SICHERUNG BEI ARBEITSLOSIGKEIT
Im Februar 2026 gab es nach vorläufiger Hochrechnung der Statistik der Bundesagentur für Arbeit in der Summe 4.865.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter, die Lohnersatzleistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Bürgergeld für erwerbsfähige Leistungsberechtigte) erhalten haben. Unterteilt nach Rechtskreisen, waren im Februar 2026 rund 1.111.000 Menschen arbeitslosengeldberechtigt, während 3.822.000 Menschen Ansprüche auf Grundsicherung für Arbeitsuchende hatten. Die Zahl der Leistungsberechtigten von Arbeitslosengeld ist binnen eines Jahres um 76.000 gestiegen. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende wurden seit Februar des letzten Jahres 149.000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte weniger gezählt.

AUSBILDUNGSMARKT
Im Beratungsjahr 2025/26 sind von Oktober 2025 bis Februar 2026 die Ausbildungsstellenmeldungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals deutlich gesunken. Die Bewerbermeldungen haben erneut zugenommen, wenn auch nur leicht. Im Februar ist der Ausbildungsmarkt noch sehr stark in Bewegung. Deshalb erlauben die aktuellen Daten nur eine sehr grobe und vorläufige
Einschätzung der Entwicklung im Berichtsjahr 2025/26.

EINSATZ DER ARBEITSMARKTPOLITISCHEN INSTRUMENTE
Im Februar 2026 haben nach vorläufigen Daten 698.000 Personen an einer vom Bund oder der Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilgenommen. Das waren etwas mehr als im Vorjahresmonat. Die Aktivierungsquote, die beschreibt, wie hoch der Anteil der Geförderten an allen förderbaren Personen ist, lag im Februar 2026 – wie im Vorjahresmonat – bei 15,3 Prozent. Im Februar 2026 wurden 456.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung gefördert, 241.000 Personen haben an Maßnahmen teilgenommen, die aus Mitteln der Grundsicherung für Arbeitsuchende finanziert wurden.

Quelle: Arbeitsmarktbericht Februar 2026

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