1. Tarifrunde für die Feuerfest-, Säureschutz-, Ton und Schamotte-Industrie

Am 12.06.2025 fand in Höhr-Grenzhausen unter der Verhandlungsführung von Michael Steuler (Steuler Services GmbH & Co. KG) der Auftakt der Tarifverhandlungen der Feuerfest-, Säureschutz-, Ton- und Schamotte-Industrie statt. Die Arbeitnehmerseite war gewerkschaftsseitig durch die IG BAU (Verhandlungsführer Wasilewski) und die IG BCE (Verhandlungsführer Hautmann) vertreten. Alle drei Branchen des Tarifbereiches waren arbeitgeber- und arbeitnehmerseitig durch insgesamt 30 Vertreterinnen und Vertreter ausgewogen vertreten.

Die Arbeitnehmerseite erläuterte zu Beginn ihre vorab übermittelte Forderung, die wie folgt lautete:

  • 6,8 % mind. 200 € Tariferhöhung für Arbeitnehmer
  • 150 € Auszubildende Erhöhung
  • 2 Tage Zusatzurlaub für Gewerkschaftsmitglieder
  • Arbeitszeitverkürzung um 1 Stunde
  • Altersfreizeit ab 50. Lebensjahr
  • Überarbeitung des Entgelttarifvertrages während der Laufzeit
  • Laufzeit 12 Monate

Die Arbeitgeberseite äußerte ihr Unverständnis über diese unverhältnismäßig hohe Forderung und legte anschließend ausführlich die schlechte konjunkturelle Situation der Branchen dar, die auch von unklaren zukünftigen Geschäftsaussichten geprägt ist. Dies anhand von Unternehmerberichten aus den drei Tarifbereichen Feuerfest, Säureschutz und Tonbergbau. Hauptabsatzmarkt der Feuerfestindustrie ist der Stahl. Im Bereich des Säureschutzes ist es die Chemie und bei den Tonrohstoffen sind es Fliesen und Ziegel. Diese Bereiche sind besonders von der Transformation, den hohen Energiekosten und dem konjunkturellen Abschwung betroffen. Dies konnten wir anhand von Fakten und Zahlen belegen, die sämtlich rückläufig sind. Arbeitnehmerseitig wurde die Wichtigkeit einer Entgelterhöhung betont, um dem Kaufkraftverlust der letzten Jahre zu begegnen.

Nach der Mittagspause haben die Arbeitgeber ein erstes Angebot abgegeben, das bereits eine gewisse Abschlussnähe aufweist:

  1. Erhöhung der Entgelte und Auszubildendenvergütungen um 2,6 % und ab 01.07.26 um weitere 2,4 %. Dies bei einer Laufzeit von mindestens zwei Jahren.
  2. Einrichtung eines gemeinsamen Arbeitskreises zur Stärkung der Tarifbindung.
  3. Signalisierung der Bereitschaft den Entgelttarifvertrag zu modernisieren.

Die weiteren Forderungen der Arbeitnehmerseite wurden zurückgewiesen. Eine Stundenreduzierung und die Einführung von Altersfreizeiten passen nicht in die Zeit. Die Besserstellung von Gewerkschaftsmitgliedern wurde aus Gründen der Gleichbehandlung aller Beschäftigten im Unternehmen grundlegend abgelehnt.

Da keine weitere Annäherung erfolgte, wurden die Verhandlungen am Nachmittag erfolglos vertagt. Die Verhandlungen werden am Mittwoch, den 02.07.2025 in Ransbach-Baumbach fortgeführt. 

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